ARA Villette

Villette: Eine ARA im Wandel

25.02.2019

Abwasserbehandlung durch Belebtschlamm
Die ARA Villette befindet sich in der Gemeinde Thônex (GE), nahe an der Grenze zu Frankreich. Sie wurde im Jahr 1962 in Betrieb genommen und 1979 erweitert. Aufgrund ihrer Überlastung entspricht sie den derzeitigen Normen für die Elimination von Stick- und Spurenstoffen nicht mehr. Sie muss daher vollständig modernisiert werden: Die Genfer Stadtwerke SIG (Services Industriels de Genève) wurden mit dem Sanierungsprojet betraut. Dieses sieht bei Wiedernutzung der Betriebsgebäude und einiger bestehender Schlammbehandlungsanlagen eine konventionelle Behandlung durch das Belebtschlammverfahren vor.

Sicherung der Trinkwasserversorgung der Region
Bei einem Budget von 50 Millionen CHF, wovon alleine 10 Millionen auf die Behandlung von Mikroverunreinigungen entfallen, bieten die derzeitigen Arbeiten die Möglichkeit, eine moderne ARA mit einer robusten Behandlungskette und einer möglichen grenzüberschreitenden Behandlung von Mikroverunreinigungen zu schaffen. Ihre Kapazität soll 80 000 Einwohnergleichwerte (biologische Behandlung) und 200 000 Einwohnergleichwerte (Behandlung von Spurenstoffen) betragen, wobei ihr Einzugsgebiet die Region Annemasse und deren Ballungsraum umfasst und die Trinkwasserversorgung der Region sichern wird.

BG als Gesamtplaner
Im Rahmen dieses im Jahr 2016 begonnenen und terminlich bis 2023 geplanten Projekts agiert BG im Konsortium als Gesamtplaner für die Architekturleistungen (AS DZ Architecture SA) sowie für die Elektro- und Steuertechnik (SIG – IPRO). BG ist ebenso mit der Projektleitung, der Koordination und Verfahrenstechnik sowie dem Tiefbau und der HLK-S für die SIA Phasen 31 bis 53 betraut.

Vollständige Modellierung mit BIM
Die ARA in Villette ist die erste Abwasserreinigungsanlage, die bei BG rundum mit BIM entworfen wurde und gehört damit zu den ersten dieser Art in der Schweiz! Durch die Modellierung mit BIM konnte auf Grundlage der Bauprojektplanung ein vollständiges 3D-Modell generiert werden. Dieses bringt sämtliche Projektteams zusammen und sorgt für eine hohe Zuverlässigkeit vom Entwurf bis zur Bauplanungsphase. Dieser Prozess erfordert jedoch einen enormen Aufwand und einen zusätzlichen Druck auf die Planung, da parallel zur grafischen Produktion Objekte und Arbeitsmethoden entwickelt werden müssen.

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