Smart City - Lyon

Die Smart City von BG Ingenieure und Berater

03.05.2021

Smart City: Die ganze Welt spricht davon, für manche ist sie ein Traum, andere sehen sie als eine Version von «Big Brother». Der Begriff Smart City taucht immer wieder auf, nicht nur auf der Stufe der Stadt, sondern auch für Regionen, Kantone und sogar Quartiere. Smart City bedeutet, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen: Ziel sind Verbesserungen der Lebensqualität der Bevölkerung und der Verwaltung einer Stadt. Denkbar sind ebenso viele verschiedene Smart Cities wie Standorte.

Smart city

Die Umsetzung von Smart-City-Strategien muss auf die spezifischen Erwartungen der Bevölkerung, auf die Bedürfnisse der Gemeinwesen und Unternehmen und auf geografische Gegebenheiten abgestimmt sein, beispielsweise auf die Nähe zum Meer oder zu Bergen oder auf ein Umfeld, das ländlich, städtisch, landwirtschaftlich, touristisch, durch intensiven Grenzverkehr oder anders geprägt sein kann.

Die Smart City bietet zudem eine Gesamtvision der verschiedenen Aufgaben einer Stadt und trägt zu besseren Handlungs- und Lenkungsmöglichkeiten sowie zur Bewältigung von Krisensituationen bei, indem die richtigen Leute und relevanten Informationen an einem Ort zusammenkommen. Auf den ersten Blick einfach, möglicherweise fast eine Selbstverständlichkeit – öffentliche Einrichtungen sind in der Regel jedoch in Abteilungen organisiert, und ist alles andere als offensichtlich, über das eigene «Silo» hinaus mit anderen Bereichen zusammenzuarbeiten, sowohl aus menschlicher Sicht wie aus Sicht der Informationsebene. Die Wirksamkeit getroffener Massnahmen ist heute mit Indikatoren «messbar», die Meinung der Bevölkerung wird mit einbezogen und berücksichtigt, und diese Informationen schaffen «Wert» für die Stadt, indem sie diese attraktiver machen. Die aktuelle Situation muss systemisch und übergreifend betrachtet werden, damit der effektive Mehrwert und Nutzen neu umgesetzter Instrumente klar wird. Im Kontext der Mobilität zum Beispiel hat das multimodale Management der Verkehrsmittel Auswirkungen auf den Verkehr in der Stadt, die Verwaltung von Parkplätzen, die Geschäfte, aber auch auf die Luftqualität und die Gesundheit.

Die Daten

Daten sind nicht nur hilfreich in der Bewirtschaftung, sondern auch, um Schwachstellen in Systemen zu erkennen und diese so zu verbessern, dass für Betreiber und Nutzer ein Win-win-System entsteht. Heute können bereits vorliegende Daten mit anderen Daten kombiniert werden, die im Rahmen von Open Data oder durch andere vernetzte Sensoren gesammelt werden. Mit einer «intelligenten» Datenverarbeitung lassen sich neue Informationen mit Mehrwert erzeugen, die es ermöglichen, vorauszuschauend und zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu handeln sowie schneller und effizienter auf Ereignisse zu reagieren. Darüber hinaus können mit der zunehmenden Demokratisierung und Reife von künstlicher Intelligenz vielfältige Themen aus einem neuen Blickwinkel betrachtet und innovative Dienstleistungen geschaffen werden.

Die Informationssysteme

Öffentliche Infrastrukturen basieren oft auf schwerfälligen Systemen, die sich nur schwer anpassen oder erneuern lassen, da eine Schliessung des Betriebs nicht oder nur sehr begrenzt möglich ist. Durch das sein breites Knowhow und seine vielfältigen Profile verfügt BG über eine reiche DNA: BG besitzt die erforderliche Expertise sowohl für Arbeiten vor Ort mit entsprechenden Anlagen, Automaten und Sensoren als auch in der Vernetzung und Integration von industriellen Informationssystemen, die mit Technologien aus verschiedenen Epochen realisiert wurden. Diese Expertise betrifft so vielfältige Bereiche wie Mobilität, Energie, Gebäude und Wasser. Unsere Ingenieure und Ingenieurinnen wissen, wie man neue Systeme aus heterogenen Systemen aufbaut und wie Übergangs- und Änderungsphasen sicher gestaltet werden. BG unterstützt auch das Energiemanagement von Data Centers mit innovativen, ökologischen und nachhaltigen Entwicklungslösungen, die den CO2-Fussabdruck der genutzten Informationstechnologien reduzieren.

Die Indikatoren

BG ist in der glücklichen Lage, mit zahlreichen Expertinnen und Experten der EPFL zusammenzuarbeiten und damit einen Referenzrahmen von Indikatoren zu definieren, der auf der gesellschaftlichen und ökologischen Analyse von Smart City-Projekten im urbanen Raum basiert. In unserer Analyse werden daher die drei Säulen der nachhaltigen Entwicklung (Wirtschaft, Soziales und Umwelt) berücksichtigt. Diese Indikatoren sind als (quantitative) Messung oder (qualitative) Bewertung der Auswirkungen eines umfassenden Smart-City-Projekts oder einer bestimmten Anwendung zu verstehen.

Beispiel im Bereich der Governance

Im Bereich der Smart City Governance begleitet BG derzeit zwei Städte, eine in Frankreich und die andere in der Schweiz. BG hilft diesen Städten, ihre eigene Strategie einer Smart City zu definieren und unterstützt sie mit gezielten, massgeschneiderten Antworten für ihren effektiven Wirkungskreis.

Beispiel im Bereich Energie

Im Energiebereich hat BG unter anderem beispielsweise die Stadt Genf begleitet, als es darum ging, eine einfache und ausbaufähige Lösung für eine intelligente Beleuchtung im Bahnhof Eaux-Vives (Projekt CEVA) zu finden. Das Steuerungssystem wurde im Y-Parc von Yverdon entwickelt. Damit konnten nicht nur die Bedürfnisse der Bauherrschaft erfüllt werden, sondern die konventionelle Beleuchtung erhielt zusätzlich eine «Smart»-Dimension. Die gewählte Lösung integriert nämlich eine IoT-Schicht und bietet somit die Option, später intelligente Sensoren zu installieren, zum Beispiel für Luftqualität, Personenaufkommen, Anzeigen, Identifikation freier Plätze usw.

Beispiel im Bereich Mobilität

Im Bereich Mobilität beteiligt sich BG am Agglomerationsprojekt Lausanne-Morges (Stichwort: PALM), das die Grundsätze für einen multimodalen Zugang zur Agglomeration festlegt. Eine mittelfristig unumgängliche Massnahme ist der Aufbau einer koordinierten Steuerungszentrale für den Verkehr auf Agglomerationsstufe, damit die Aktionen der öffentlichen Partner (Verwaltung) und der privaten Partner (Betreiber ÖV und Parkplätze) zeitlich und örtlich so koordiniert werden können, dass sie dem Integrierten Mobilitätsmanagementplan entsprechen. Mit einer solchen koordinierten Steuerungszentrale für den Verkehr können Kenntnisse über die aktuelle Verkehrslage ermittelt, Nutzer informiert und der Betrieb der Strassennetze so beeinflusst werden, dass sowohl der private als auch der öffentliche Verkehr profitiert, und dadurch die Luftqualität in allen eingebundenen Zonen verbessert wird.

Fazit

BG ist ein unabhängiges Ingenieurbüro. Als Akteur für die Smart City von heute und morgen stellt BG den Menschen ins Zentrum auf dem Weg zu einer nachhaltigen, sicheren und friedlichen Smart City. Heute besteht die Herausforderung nicht in erster Linie in der technologischen Machbarkeit, bei der unablässig Fortschritte erzielt werden, sondern darin, sichere Lösungen für echte Bedürfnisse zu finden. Der Weg dazu führt über eine umfassende, entwicklungsfähige, verantwortungsvolle Vision der Stadt, die mit den sich rasch wandelnden Bedürfnissen Schritt zu halten mag.

Anne-Laure Morard, Projektleiterin bei BG

Kompetenzzentrum Smart City

Kontakt: smartcity@bg-21.com

 

Über das Kompetenzzentrum Smart City von BG Ingenieure und Berater

Das Kompetenzzentrum ist eine abteilungsübergreifende organisatorische Einheit von BG, welche die Engineering-Expertise vereint, die in den verschiedenen Tätigkeitsbereichen des Unternehmens vorhanden ist (Mobilität, Energie, Bau, Wasserversorgung usw.). Die organisatorische Einheit erstellt laufende Technologiebeobachtungen und führt eine aktuelle Benchmark der intelligenten Dienste, die von öffentlichen Einrichtungen erwartet werden. Das Kompetenzzentrum entwickelt die Smart-City-Strategie von BG und erarbeitet einen Transversalansatz für das Management von Städten und Regionen mit folgenden Schwerpunkten:

  • Nutzerbedürfnisse
  • Nachhaltige Entwicklung
  • Optimierung der Flüsse (Arbeitsabläufe/Verkehrs-, Information-, Datenflüsse)

Das Kompetenzzentrum Smart City von BG bietet somit eine umfassende, leistungsstarke Vision der Smart Services, die auf Ebene von Städten, Departements, Kantonen oder Regionen erwartet werden.

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