KKL Luzern
KKL in Luzern

Der Swiss Tunnel Congress 2019 setzt auf materialtechnologische Innovationen

01.07.2019

Vom 4. bis 6. Juni organisierte die Fachgruppe für Untertagbau den Swiss Tunnel Congress im Kultur- und Kongresszentrums (KKL) Luzern.

800 Spezialisten aus 15 Nationen nahmen an dieser Veranstaltung und den begleitenden Fachkonferenzen teil. Präsentationen zu einigen grossen Tunnelbaustellen im In- und Ausland ermöglichten es, Projekte von innen zu durchleuchten. In diesem Jahr lag der Fokus des Kongresses auf «Materialtechnologische Innovationen im Tunnelbau».

Geotechnische Gutachten und Tiefbauleistungen

BG Ingenieure und Berater, als seiner der Hauptsponsoren, war mit einem Stand und einigen Referenten präsent. Ein Referat thematisierte die Linie B der Metro in Rennes. Das Projekt besteht aus der Schaffung einer rund 13 Kilometer langen Strecke und 15 Haltestellen. Die Arbeiten gliedern sich in vier Tiefbaulose und ein Ausrüstungslos mit geschätzten Gesamtkosten von 1,2 Milliarden EUR. Das Los 1, zu dem unteranderem ein 8,1 Kilometer langer Tunnel gehört, wurde zwischen 2014 und 2018 realisiert. BG intervenierte im Rahmen einer geotechnischen Begutachtungsmission zur Analyse und Interpretation der Fortschrittsdaten der Tunnelbohrmaschine auf den letzten drei Kilometern des Vortriebs.

Das zweite Referat erörterte die Erfahrungen beim Bau des Pinchat-Tunnels, Bestandteil der neuen Eisenbahnverbindung zwischen Cornavin, Eaux-Vives und Annemasse (CEVA). Der Bau dieses Tunnels stellte viele technische Herausforderungen dar: grosser Querschnitt, geringe Überdeckung, Lockergestein, städtische Umgebung. Die ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen dem Bauherrn (SBB/Kanton Genf), dem Ingenieur und dem Auftragnehmer ermöglichte es, das Projekt ohne Zwischenfälle und Auswirkungen für die Anwohner unter Einhaltung der Planung und des Projekt-Budgets durchzuführen.

Die IG GE-Pinchat, mit BG als Federführer, den Partnern GADZ, SD und Solfor, ist Auftragnehmer der Tiefbauleistungen des Loses 3.

Südumfahrung Küssnacht, Tunnel Burg

Eine der Exkursionen bot auch die Möglichkeit, den Burgtunnel, der Teil der Südumfahrung Küssnacht ist, aus der Nähe zu entdecken. BG ist für die Bauleitung dieses Projekts verantwortlich. Eine grosse Herausforderung, denn der 500 Meter lange Tunnel erforderte einen bergmännischen Ausbruch über 350 Meter. Dieser Lockergesteinsvortrieb unter bestehender Bebauung wurde mit systematischen Bauhilfsmassnahmen geplant. Unerwartete Gebirgseigenschaften erforderten im laufenden Vortrieb eine Umstellung des Konzepts; mittels Jettingsäulen, kombiniert mit einem Rohrschirm, wurde der Vortrieb abgeschlossen.

BG Ingenieure und Berater freut sich, jedes Jahr an dieser für die Fachleute der Branche bedeutenden Veranstaltung teilzunehmen.

 

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