


Veröffentlicht am 10.03.2011
Am 21. Juni 2010 erfolgte endlich der Spatenstich für die Baustelle des Tagbautunnels Vésenaz. Seit 30 Jahren warten die Behörden, Bewohner und die Automobilfahrer auf den Tunnel. Das 7 km von Genf entfernte Dorf der Gemeinde Collonge-Bellerive muss täglich eine Verkehrsbelastung von über 35 000 Fahrzeugen ertragen. BG ist mit dem Konzept der elektromechanischen Ausrüstungen des neuen Tunnels beauftragt. Die Inbetriebnahme ist für Anfang 2014 geplant.
Das Projekt des Tagbautunnels Vésenaz soll die Thonon-Strasse (RC1) als gedeckten Einschnitt durch das Dorf Vésenaz unterirdisch anlegen. Die Strasse zwischen Genf und Saint-Gingolph am südlichen Genferseeufer gilt als Versorgungsstrasse der Kategorie II und soll für Sondertransporte des Typs II befahrbar sein.
Der für den Transitverkehr bestimmte Tunnel verläuft auf der Thonon-Strasse ab der Rampe von Vésenaz bis zum Dorfausgang. Dank dem Tagbautunnel wird das Dorf Vésenaz zu neuer Lebensqualität finden.Das Bauwerk misst insgesamt 700 Meter (500 Meter unterirdisch, 200 Meter oberirdisch am Tunneleingang und -ausgang).Der Tunnel im Doppelspurausbau mit je einem einmetrigen Bürgersteig ist für alle Fahrzeugtypen, auch breite Fahrzeuge, befahrbar.
Das Projekt bietet viele Vorteile:flüssiger Verkehr, späterer Bau der Tramlinie möglich, oberirdische Radwege und Bürgersteige, höhere Sicherheit der Kreuzung von Vésenaz, bessere Durchfahrt der öffentlichen Verkehrsmittel, geringere Lärmbelästigung, erleichterter Zugang zu Geschäften usw.
Um die Realisierungszeit zu verkürzen, wird der Tunnel nach der so genannten „maulwurfartigen“ Deckelbauweise gebaut.Der Aushub erfolgt nach dem folgenden Verfahren: Wenn das Niveau der Tiefe der Deckplatte erreicht ist, wird die Platte auf dem Boden betoniert.Anschliessend wird der Tunnel unter der Deckplatte ausgehoben, um die Tunnelhöhle zu schaffen.Gleichzeitig finden oberirdisch die Erdaufschüttungs- und abschliessenden Geländearbeiten statt.
Der Verkehr bleibt während der ganzen Baustelle möglich. Aus diesem Grund erfolgt die Realisierung in drei Etappen:
• 1. Etappe:Juni 2010 bis Dezember 2012, vor der Kreuzung Thonon-Strasse – Hermance-Strasse;keine Einschränkung der Fahrspuren vorgesehen.
• 2. Etappe:August 2011 bis März 2013, hinter der Kreuzung.Der Verkehr verläuft in jeder Richtung nur noch auf einer Fahrspur (normalerweise zwei Fahrspuren).
• 3. Etappe:Februar 2012 bis Oktober 2013, quer zur Kreuzung:Bau einer provisorischen Brücke für den Fahrzeugverkehr.So wird eine Fahrspur in jeder Richtung beibehalten.
Während dieser Etappen plant BG die Ausrüstungen und beteiligt sich an der Koordinierung mit dem Hoch- und Tiefbau.
Die elektromechanische Ausrüstung der Baustelle unter der Leitung von BG soll im Januar 2013 beginnen, die Inbetriebnahme ist für Anfang 2014 geplant. Dazu gehören Sicherheitsanlagen (Videoüberwachung, Belüftung, Brandmeldung und –schutz, Beleuchtung, Beschilderung, Notrufnetz usw.) sowie fortgeschrittene oberirdische Signalisierungsanlagen. Die Ausrüstungen sind für die Benutzersicherheit bei normaler Nutzung und in Ausnahmesituationen erforderlich: Unfall, Stau, Brand und andere Ereignisse im Tunnel.
Das Bauwerk wird ab Inbetriebnahme durch das zentralisierte Autobahn- und Tunnel-Überwachungssystem des Kantons Genf überwacht.
Video „Computergrafik-Simulation“
Projekt-Kurzbeschreibung
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