• Baustart für die Bahnverbindung Cornavin-Eaux-Vives-Annemasse (CEVA)

Baustart für die Bahnverbindung Cornavin-Eaux-Vives-Annemasse (CEVA)

Veröffentlicht am 23.01.2012

Hundert Jahre nach der Lancierung des Projekts im Jahre 1912 war es schliesslich soweit: Am 15. November 2011 wurde der Baubeginn für die Bahnverbindung Cornavin-Eaux-Vives-Annemasse endlich offiziell erklärt. Andreas Meyer (Direktor der SBB), Bundesrätin Doris Leuthard, Staatsrat Mark Muller und Jean-Jack Queyranne (Präsident des Regionalrats Rhône-Alpes) nahmen den ersten Spatenstich auf der Jahrhundertbaustelle vor.

Die CEVA-Baustelle stellt ein Sprungbrett für die Stadt Genf dar, die, so der Genfer Staatsrat Mark Muller „damit in die Liga der Grossstädte aufrückt“. Der Baubeginn markiert das Ende einer (durch zahlreiche Einsprachen verursachten), langen Wartezeit, symbolisiert aber auch das Ende des „toten Gleises“ zwischen der Stadt Genf und ihren Nachbarn.

Mit der Fusion der Verkehrsnetze von Genf und von Rhône-Alpes werden künftig 230 km Schiene mit insgesamt 40 Bahnhöfen verbunden. Die Strecke zwischen Versoix und den Genfer Universitätskliniken soll künftig nicht mehr Stunden, sondern nur noch 27 Minuten dauern, so Michèle Künzler, die für die Mobilität zuständige Staaträtin, und die Strecke von Bern nach Annemasse soll künftig nur noch 2:07 Std. beanspruchen.

Die metroähnliche S-Bahn (sie verläuft zu zwei Dritteln unterirdisch), erstreckt sich auf 16 km, davon 2 km in Frankreich. 

Beim Grossprojekt CEVA kommen während sechs Jahren rund 25 Baufirmen mit 300 bis 400 Arbeitern zum Einsatz. Das Projekt umfasst zudem:

  • 5 Bahnhöfe und Haltestellen (ohne diejenigen von Cornavin und Annemasse)
  • 20 km neue Gleise ohne Gleisbettungsstoff
  • 3,7 km Tunnel
  • 3,6 km gedeckter Einschnitt
  • 2 Brücken
  • 200 km neue Kabel
  • 1,9 Million m3 neuer Aushub
  • 15 kV (Elektrifizierung durch die Schweiz bis zum Bahnhof Annemasse)

Ab Januar 2012 werden die Bauarbeiten auf der Schweizer Seite progressiv in Angriff genommen (Ausnahme: Tunnel von Champel, wo das Bundesgericht die aufschiebende Wirkung der Anwohner-Beschwerden bestätigt hat). Die Inbetriebnahme der Linie ist für 2017 vorgesehen.

Der Bereich Infrastruktur und Verkehr von BG trägt mit Aufträgen im Tiefbau und in der Elektromechanik zum Projekt bei.

Für den Tiefbau übernimmt BG die Federführung der Gruppe GE-Pinchat (BG-SDingénierie-Solfor-GADZ), welche die Bauherrschaft des Sektors 3 innehat. Die Bauarbeiten betreffen den unterirdischen Bahnhof "Carouge Bachet" und den auf beweglichem Grund angelegten 2 km langen Tunnel "Pinchat". Baubeginn für den Bahnhof "Carouge Bachet" ist Anfang 2012 und für den Tunnel "Pinchat", Juli 2012.

Im Bereich Elektromechanik übernimmt BG zudem die folgenden Aufträge:

  • Allgemeine Bauherrschaft für sämtliche Belüftungs- und Beleuchtungsanlagen, Sanitärsysteme, Brandschutz, Stark- und Schwachstrom für den Betrieb, Überwachung und Sicherheit der Bahnhöfe und Haltestellen, Niedrigspannung, Eisenbahntechnik der Tunnel und gedeckten Einschnitte.
  • Bauherrenberatung für die eisenbahntechnischen Ausrüstungen, Kontaktlinien, Telekommunikation, Sicherheitseinrichtungen und Kabel zusammen mit dem Büro PKAG.

 

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